Herzlich willkommen bei den Berliner Freundeskreisen
Termine
Freundeskreis Berlin-Spreeathen:
neuer Beginn 18.00 Uhr
Treffen i.d.R. jeden vierten Mittwoch im Monat um 18.oo Uhr im Haus des Kulturrings Ernststraße 14-16 in12437 Berlin-Treptow
28.1.26 „Das Vermächtnis des Rosenzüchters Gergely Márk“ Vortrag Thomas Marschall
25.2.26 „Die Rosen von Rudolf Geschwind“ Vortrag von Susanne Fünfstück
25.3.26 Praktischer Rosenschnitt im Garten einer Rosenfrundin, Zeit und Ort bei der Freundeskreisleiterin erfragen.
22.4.26 Gartenexkursion, Zeit und Ort werden kurzfristig festgelegt
27.5.26 Gartenbesichtigung bei Rosenfreunden, Zeit und Ort auf Nachfrage
Sie leben fort in einer Rose
Eva Kigyóssy – Schmidt (1942 – 2025)
Eine engagierte und bestens mit dem Thema „Rosenzucht in Ungarn“ vertraute Rosenfreundin ist im November verstorben. Seit den 1990er Jahren hatte sie sich um die Rettung der Rosenzüchtungen des ungarischen Züchters Gergely Márk verdient gemacht, teilweise bis an die Grenze ihrer Körperkraft. Vielen Rosenfreundinnen und Rosenfreunden ist sie durch ihre Vorträge in den Freundeskreisen und in anderen Veranstaltungen sowie Artikeln in den Publikationen der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde, der Nederlandse Rozenverenigung und der Österreichischen Gartenbaugesellschaft bekannt. Auf Kongressen der World Federation of Rose Societies (WFRS) machte sie durch ihre Vorträge das Erbe von Gergely Márk weltweit publik. Viele der Márk – Sorten wachsen heute in privaten und öffentlichen Gärten. Für Eva war es immer ein Riesenaufwand, die aus Ungarn angelieferten Rosen zu sortieren, zu verpacken und an die Adressaten zu versenden.
Durch ihre aktive Unterstützung ist in einer Kleingartenanlage neben dem Europa – Rosarium Sangerhausen ein Schaugarten mit Márk – Rosen entstanden. Er kann nach Rücksprache mit dem örtlichen Freundeskreis der Deutschen Rosengesellschaft e.V. besichtigt werden.
Als Doktorin der Wirtschaftsmathematik und ihre Arbeit als Professorin an der Humboldt – Universität und der Freien Universitä in Berlin hatte Eva nur normales Interesse an Rosen. Ihre Liebe zu den Rosen ist erst relativ spät entflammt. Als sie sich 2002 einen kleinen Rosengarten anlegen wollte, suchte sie nach Fachliteratur. Die Macht des Schicksal wollte es, dass sie das 1968 in der DDR erschienene Buch „Die Rose“ von Gerly Márk in die Hand bekam. Für sie als gebürtige Ungarin der Anlass, den Autor in seinem bescheidenen Garten in der Nähe von Budapest zu besuchen und seine Züchtungen kennen zu lernen. Das war der Beginn einer intensiven Freundschaft. Als Gergely Márk 2012 verstarb, musste der Garten geräumt werden und es bestand die Gefahr, dass viele Rosensorten und unbenannte Züchtungen verloren gehen. 2013 wurde die „Márk Memorial Rosengarten GmbH“ gegründet und die Pflanzen (20000 Stück bis 2015) auf eine Ausweichfläche im Dorf Acsád in der Nähe der ungarischen Westgrenze umgesiedelt (Nachzulesen in der Herbstausgabe der „Rosen – Faszination“ von 2016). Dort entstand ein interessanter Rosengarten, den ich 2025 im Rahmen der Rosenreise unsere Deutschen Rosengesellschaft e.V. besuchen konnte. Er wird von einem Verein Ehrenamtlicher betreut und zeigt die breite Palette der Márk-Züchtungen.
Zum Schluß möchte ich einen Text aus dem Nachruf ihres Ehemanns Peter zitieren, der Evas Lebensmotto beschreibt: „Die Vergänglichkeit ist gnadenlos gegen alles Schöne, alles Heile, aber aus dem Staub der toten Rosen erwachsen neue Blumen, das Leben befruchtet mit seinem Blütenstaub immer neue und immer frische Wunder. Und zwischen den Stacheln im Gesträuch am Wegesrand lächeln dich tausend Blüten der Schönheit an – immer frisch und immer neu.
Tasa ba tasa, nau ba nau – Immer frisch und immer neu!
Das wurde Evas Leitspruch der letzten Jahre, ich habe ihn tausendmal gehört – wenn ein neuer Spross aus der Erde wuchs, wenn ein Liebespaar sich in der Bahn liebend zuwandte, wenn in einem Nest neue Nestlinge waren, wiederholte sie den Spruch immer und immer wieder. DAS möchte ich als Grabspruch haben. Sagte sie immer wieder….
Das war der Spruch der Unbesiegbarkeit des Lebens – der Spruch über den Sieg des Lebens über die scheinbar gnadenlose Vergänglichkeit…. – Tasa ba tasa Eva, gute Reise.“


